Der TST-Score
Der TST-Score ist eine einzige Bewertung von 0–10, die den öffentlichen Ruf eines Chirurgen zusammenfasst. Er verbindet aggregierte Patientenbewertungen und unabhängig geprüfte Qualifikationen zu einer transparenten, reproduzierbaren Zahl, vollständig veröffentlicht, sodass jeder nachvollziehen kann, wie sie entsteht.
Es handelt sich um eine redaktionelle Einschätzung auf Basis öffentlicher Daten, nicht um ein medizinisches Urteil oder eine wissenschaftliche Messung. Ein Chirurg kann niemals dafür bezahlen, aufgenommen, verifiziert, höher eingestuft oder besser bewertet zu werden, es gibt keinerlei bezahlte Mitgliedschaften oder Provisionen.
Was in die Bewertung einfließt
Die folgenden Komponenten werden mit den gezeigten Gewichtungen auf einer festen 100%-Skala kombiniert. Verifizierte Zertifizierungen sollen differenzieren: Ein Chirurg ohne eine bestimmte Zertifizierung erhält auf dieser Achse schlicht 0 — nichts wird umverteilt. Ein Score erscheint erst, wenn die gemessenen Signale (Bewertungen sowie Erfahrung/akademischer Titel, solange gewichtet) vorliegen.
Ein Rechenbeispiel
Jede Komponente wird von 0 bis 10 bewertet, mit ihrer Gewichtung multipliziert und summiert — das ist der Score. Eine fehlende Zertifizierung trägt 0 zu ihrer Zeile bei; die gemessenen Komponenten müssen vorhanden sein, damit überhaupt ein Score erscheint. Die folgenden Teilpunktzahlen dienen der Veranschaulichung; die Gewichtungen sind die oben angezeigten aktuellen Werte.
| Komponente | Teilpunktzahl | Gewichtung | Beitrag |
|---|---|---|---|
| Patientenbewertungen | 8.6 | 58% | 5.0 |
| Europäische Facharztprüfung | 10.0 | 22% | 2.2 |
| Fachgesellschaftsmitgliedschaften | 6.0 | 12% | 0.7 |
| Erfahrung | 7.5 | 5% | 0.4 |
| Akademischer Titel | 7.0 | 3% | 0.2 |
| TST-Score | 8.5 | ||
Beitrag = Gewichtung × Teilpunktzahl. Die Beiträge ergeben zusammen den Score. Das Beispiel ist zur besseren Lesbarkeit auf eine Dezimalstelle gerundet; echte Werte tragen zwei Dezimalstellen.
Patientenbewertungen
Öffentliche Bewertungen werden plattformübergreifend mit einem Bayes-gewichteten Mittel kombiniert: Eine Bewertung erhält erst mit steigender Anzahl an Rezensionen volles Gewicht, sodass eine Handvoll Fünf-Sterne-Bewertungen eine lange, konstante Bilanz nicht übertreffen kann. Sind mehrere Plattformen vorhanden, wird jede nach ihrer Zuverlässigkeit und ihrem Bewertungsvolumen gewichtet. Zudem zieht bei insgesamt wenigen Bewertungen ein separater Vertrauensmultiplikator den gesamten Bewertungswert zu einem Sockel; sein volles Gewicht erreicht er erst ab ausreichendem Volumen.
Die Bewertungskomponente nutzt vor allem öffentliche Google-Bewertungen; sofern verfügbar, fließen auch Reputationssignale von Plattformen wie RealSelf und Trustpilot ein.
Damit eine Plattform (Google, Trustpilot, RealSelf) in den Score einfließt, braucht sie eine öffentliche Bewertung und mindestens 1 Rezensionen; eine Quelle darunter wird vollständig aus der Mischung ausgeschlossen. Fließt eine dünne Quelle doch ein, verhindert der obige Vertrauensmultiplikator, dass ihr geringes Volumen den Score trägt.
Facharztprüfung (Board)
Das European Board of Plastic, Reconstructive and Aesthetic Surgery (EBOPRAS) ist eine geprüfte Qualifikation, keine bezahlte Mitgliedschaft. Es wird gleich stark wie Patientenbewertungen gewichtet: ein im Register bestätigtes EBOPRAS-Diplom ergibt die volle Board-Punktzahl.
Offizielles RegisterFachgesellschaftsmitgliedschaften
Bestätigte Mitgliedschaften in Fachgesellschaften werden nach Selektivität gewichtet; die aktuellen Punkte der einzelnen Gesellschaften stehen in der Tabelle unten. Nur im Register bestätigte Mitgliedschaften zählen.
Qualifikationen unterliegen abnehmenden Erträgen: Die erste geprüfte Qualifikation zählt voll, jede weitere trägt zunehmend weniger bei, bis zu einer Obergrenze. Das Aneinanderreihen von Mitgliedschaften erzeugt keine hohe Bewertung.
Diese Mitgliedschaften lassen sich durch eine Namenssuche in den öffentlichen Mitgliederverzeichnissen der Fachgesellschaften überprüfen.
Erfahrung
Die Berufsjahre werden über eine Kurve, die frühe Jahre am stärksten belohnt und nach etwa zwanzig Jahren abflacht (zwanzig Jahre und mehr ergeben die volle Punktzahl), in einen Wert von 0–10 umgerechnet, sodass Seniorität beiträgt, ohne den Wert zu dominieren. Ist eine Chirurgin zugleich akademisch tätig, wird der Erfahrungsbeitrag anhand des Titels gekürzt, damit Seniorität nicht doppelt zählt.
Die Berufsjahre werden aus dem Jahr der Facharztthese „Plastische und Rekonstruktive Chirurgie“ der Chirurgin im türkischen YÖK-Zentrum für nationale Thesen abgeleitet: Erfahrung = (aktuelles Jahr − Thesenjahr) + 5. Die 5 zählt die rund fünfjährige Facharztausbildung in der plastischen Chirurgie vor der Verteidigung der These. Beispiel: Eine These von 2014 ergibt 2026 (2026 − 2014) + 5 = 17 Jahre. Ist die Namens- oder Fachzuordnung mehrdeutig, wird keine Erfahrung zugewiesen; im Ausland ausgebildete Chirurgen ohne indexierte These behalten ihren bisherigen Wert. Die Quelle ist vollständig öffentlich und unten überprüfbar.
Quelle: YÖK Zentrum für nationale ThesenAkademischer Titel
Der akademische Titel eines Chirurgen trägt ein kleines Gewicht bei. Der Facharzttitel (Uzm. Dr. / Op. Dr.) ist die Basis, die jeder gelistete Chirurg trägt, und bringt keine Zusatzpunkte; eine akademische Berufung — Associate Professor (Doçent) oder Professor — kommt obendrauf.
Wenn keine Bewertung angezeigt wird
Wir halten den TST-Score zurück, bis die gemessenen Signale existieren: mindestens eine Bewertungsquelle, die in den Score einfließt, und — solange diese Komponenten gewichtet sind — verifizierte Erfahrungsjahre und der akademische Titel. Fehlt auch nur eines der drei, wird der Chirurg als „unzureichende Daten“ markiert statt mit einer irreführenden Zahl versehen. Fehlende Zertifizierungen verbergen nie einen Score; sie bringen schlicht 0 Punkte.
Immer aktuell
Der TST-Score wird automatisch aus den vorliegenden Daten berechnet. Ändern sich die verifizierten Qualifikationen, die Erfahrung oder die Bewertungszahlen einer Chirurgin/eines Chirurgen, berechnet sich der Score von selbst neu, kein Score wird je von Hand gesetzt oder bearbeitet.
Bewertungsstufen
Zur schnellen Einordnung entspricht jede Bewertung einer Stufe:
Unabhängigkeit & faire Nutzung
Der TST-Score spiegelt aggregierte öffentliche Signale und redaktionelle Prüfung wider und wird als Meinung dargestellt, nicht als unüberprüfbare Behauptung über eine einzelne Person. Gelistete Fachleute können eine Korrektur verlangen, ihrer Listung widersprechen oder über die Kontaktseite ein Recht auf Gegendarstellung wahrnehmen.
Dies ist eine unabhängige redaktionelle Einschätzung auf Basis öffentlicher Informationen, keine Werbung und keine Empfehlung. Wir haben keine geschäftliche Beziehung zu Chirurgen oder Kliniken: keine bezahlten Platzierungen, Vermittlungen oder Gebühren.
Dies erläutert, wie Ranglisten entstehen; es handelt sich um allgemeine Informationen, nicht um medizinische oder rechtliche Beratung. Konsultieren Sie vor jeder Entscheidung stets eine qualifizierte Ärztin oder einen qualifizierten Arzt.